Kampagne 99   Solidarität schafft Arbeit
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Joseph Mutanga Kalamba, Kongo

Geboren 1956 in der Demokratischen Republik Kongo in der Provinz Kasayi Occidental. Sein Vater war Dorfschullehrer und Katechist. Joseph ist der Älteste von 9 Geschwistern. Er ging in die Primar- und Sekundarschule, besuchte das Gymnasium und dann das Priesterseminar. Als jungem Priester wurde ihm die Aufgabe übertragen, Novizen auszubilden und als Vikar in ländlichen Pfarreien zu arbeiten.

Sein Bischof schickte ihn 1984 zum Studium nach Fribourg. Nebst Studium leitete er die Pfarrei Bellach SO und schloss 1991 sein Theologiestudium mit der Dissertation "Die materielle Lage der Zairischen Kirche und die Perspektiven ihrer fortschreitenden Selbstfinanzierung" ab. 1993 doktorierte er auch in Philosophie.

Joseph

1994 ist er in seine Heimat zurückgekehrt, wo ihm viele Aufgaben übertragen wurden. Neben seiner akademischen Tätigkeit in verschiedenen Priesterseminarien setzt er sich mit viel persönlichem Engagement in der Entwicklungsarbeit auf dem Land ein. Seine Devise lautet: Sich selbst entwickeln Schritt um Schritt mit angepasster Technik. So stellt zum Beispiel die Landbevölkerung in Handarbeit Back- und Ziegelsteine her, um solidere Häuser, Gemeinschaftsbauten wie Kapellen, Schulen und Krankenstationen zu bauen. In nächster Zeit wird eine Schreinereilehrwerkstatt fertig sein.

1997, mitten in der Zeit des Sturzes von Präsident Mobutu, wurde er als Administrator der Diözese Luiza eingesetzt. Diese Arbeit ist infolge der fehlenden Infrastruktur kräftezehrend. Die Diözese Luiza ist so gross wie die ganze Schweiz und die Strassen sind in miserablem Zustand.

Ende August 1998 konnte er die Arbeit als Administrator wieder abgeben und seine lehrende und soziale Tätigkeit in der Entwicklungsarbeit auf dem Land wiederaufnehmen.

Joseph Kalamba wird aus eigener Anschauung aufzeigen, wie Frauen, Männer und Kinder im Kongo arbeiten, um ihr Überleben zu sichern. Und er wird uns die Frage stellen, was es für die Schweiz heisst, mit diesen Menschen solidarisch zu sein.

Joseph Kalamba spricht deutsch und französisch.

 

Zeit: 12. März bis Ostern 4. April 1999

Koordination: Men Dosch, Fastenopfer, Kommunikation und Bildung, Habsburgerstrasse 44, 6002 Luzern, 041 210 76 55, Fax 041 210 13 62

 

© 1998, 1999 FASTENOPFER/ BROT FÜR ALLE.