Kampagne 99   Solidarität schafft Arbeit
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Solidarischer Saft

 

Paulo de Souza ist Orangenbauer in Rio Real, im Nordosten Brasiliens. Er bewirtschaftet ein kleines Stück Land. Der Ertrag reicht kaum aus, um seine fünfköpfige Familie zu ernähren. Denn die Zwischenhändler und die Betreiber der grossen Saftpressen, in denen die Orangen zu Konzentrat verarbeitet werden, zahlen einen schlechten Preis für die Früchte. Sie kontrollieren den Markt - auch in Europa. Der Orangensaft, der bei uns getrunken wird, stammt zu über 90 Prozent aus Lateinamerika.

Auf der Suche nach geeigneten Orangenproduzenten ist Max Havelaar, die Stiftung für fairen Handel, unter anderem auf die Kleinbauern in Rio Real gestossen. Paulo hat mit Kollegen der Region eine Kooperative gegründet, um die Ernte gemeinsam zu einem besseren Preis verkaufen zu können. Jetzt werden existenzsichernde Preise und langfristige Handelsbeziehungen mit Schweizer Abnehmern garantiert, die nun direkt bei Paulos Kooperative einkaufen. Der Mehrerlös, den die Kleinbauern erwirtschaften, dient dazu, ihre Lebensbedingungen durch die Realisierung sozialer Projekte zu verbessern und einen umweltgerechten Anbau zu fördern. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS) begleitet die noch schwache Kooperative, damit sie als Partner im fairen Handel akzeptiert wird.

Fastenopfer und Brot für alle sind Gründungsmitglieder der Stiftung Max Havelaar und unterstützen über diese den fairen Handel.

 

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