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Zimbabwe: Wo dürres Buschland Gärten weichen soll

 

Elias Ziawa beugt sich über ein grosses Stück Papier und zeichnet sorgfältig die kleine Baumgruppe unweit seines Hauses ein. Der Plan seines Anwesens mit dem grossen Maisfeld, den Viehweiden und dem dürren Buschland nimmt Formen an. Er dient als Grundlage für ein von Brot für alle über das HEKS mitfinanziertes Aufbauprogramm zur Nahrungsmittelsicherung, welches das Fambidzanai Training Center im trockenen Süd-Matabeleland in Zimbabwe mit Bauernfamilien auf sogenanntem Communal Land durchführt.

Busch nennt man in Zimbabwe Land, wie es Elias Ziawa bewirtschaftet. Der Boden ist steinig, das Weidegras gelb, und an den Büschen verdorren die Blätter. Der Bach, der nach den immer spärlicher werdenden Regenfällen durch das Tal mäandert, ist versiegt. Wohl wissend, dass auf diesem Landstrich industrielle Agronomie kaum zu betreiben ist, haben die weissen Grossgrundbesitzer die Bauern während der Kolonial- und Apartheidzeit auf diese Communal Lands zurückgedrängt.

Was die Bauernfamilien erwirtschaften, reicht trotz harter Arbeit kaum zum Überleben aus. Ein Wort, das neue Hoffnung verspricht, bewog Elias Ziawa, dennoch in seinem Dorf zu bleiben: Fambidzanai - frei übersetzt: «Gemeinsam vorwärts schreiten». Hinter diesem Namen steht eine Organisation, die auf einer Musterfarm nahe von Harare angepasste landwirtschaftliche Technologien entwickelt und den ökologischen Landbau fördert. Die Erkenntnisse werden in den landwirtschaftlichen Randregionen Zimbabwes umgesetzt.

Seit einigen Monaten führen Spezialisten von Fambidzanai die Bauern im Kezi-Distrikt in eine landwirtschaftliche Produktion mit sparsamer Wassernutzung ein. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. In den Gärten wächst Gemüse. Die frisch gepflanzten Mango- und Papajabäume gedeihen dank sparsamer, aber regelmässiger Wasserzufuhr. Zur Nahrungssicherung trägt zudem die Kleintierhaltung bei. Landflucht ist inzwischen kein Thema mehr. Damit werden die urbanen Grossräume entlastet, in denen die Landressourcen zur Ernährung der Haushalte knapp geworden sind. (uaj)

Brot für alle/HEKS-Projekt 176.9051

 

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