29. Filmfestival Freiburg (FIFF): Ein Hauch von Freiheit   

09.03.15/hh. -  Ein grafisch streng gestalteter Federkiel ziert Plakat und Umschlagseite der Programmbroschüre des 29. Internationalen Filmfestivals Freiburg, das vom 21. bis 28. März zum vibrierenden Schauplatz erstklassigen Kinos aus aller Welt wird: 150 Filme aus 57 Ländern in nahezu zehn verschiedenen Sektionen sind in den Kinos Rex und CapCiné programmiert; Debatten, Masterclasses und Ausstellungen erweitern das Programm. Das FIFF 2015 hat sich der Freiheit verschrieben.

Flyer

Im Gegensatz zum Festivalplakat schweben im Festivaltrailer Vogelfedern locker über die Leinwand und in seinem Vorwort zum Programm macht Festivaldirektor Thierry Jobin dem Publikum den Freiraum bewusst, den ihm das Festival für die Begegnung mit den Filmschaffenden offeriert, die so zahlreich angekündigt sind wie noch nie. Und er rühmt die Freiheit, die ihm bei der Gestaltung  des Programms gewährt ist; er kann sich den seltenen Luxus leisten, auszuwählen, ohne jemandem ein X für ein U vormachen zu müssen. Vielleicht aber wird in der grafisch uneinheitlichen Gestaltung der Festivalsymbolik deutlich, dass Freiheit nicht immer nur ein locker erlebbares Gut ist, sondern immer wieder auch erstritten werden muss. So darf man auch gespannt sein darauf, wie das prinzipiell als neugierig offen und tolerant bekannte Publikum in Fribourg die speziell angekündigten Sektionen «Entschlüsselt» über Humor (»Können Sie über alles lachen?») und «Genrekino» (Terra Erotica I) tatsächlich auch annehmen wird. Aber auch das Kino von Völkern wie das der Romas oder indigenen Völker Nordamerikas, die ihre bedrohte Identität und Freiheit über die Kunst einfordern, verspricht spannend zu werden. Persönlichkeiten des Kinos haben eine Carte Blanche erhalten und machen neue Perspektiven auf die Filmgeschichte sichtbar, indem sie Filmkunst aus den verborgenen Winkeln ins Rampenlicht holen.

Im internationalen Wettbewerb für Langfilme sind traditionsgemäss zwölf Filme programmiert, die darauf hoffen, den mit 30 000 CHF dotierten Grossen Preis «Regard d’or» zu gewinnen. Unter ihnen befindet sich auch der Film «Corn Island» des Georgiers George Ovashvili, der 2014 am Internationalen Filmfestival Karloy Vary bereits den Grossen Preis und den Preis der Ökumenischen Jury gewonnen hat. Der Film wird von trigon-film im Lauf des Jahres ins Kino gebracht. Für seinen Film «The Other Bank» hat Ovashvili in Fribourg bereits 2010 den Regard d’or gewonnen. Und ohne Zweifel wird das Publikum um einen Platz im Kino für «Taxi» von Jafar Pahani, den Golden Bären der diesjährigen «Berlinale», bemühen.

Am 21. März eröffnet Manuel Sager, Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) die 29. Ausgabe des Festivals. Zum Auftakt wird die Komödie Mr. Kaplan in Anwesenheit des uruguayischen Regisseurs Álvaro Brechner gezeigt.

 

Weitere Informationen: www.fiff.ch.

Die neue FIFF App (FIFF 2015) mit dem gesamten Programm, der Funktion myprogram und laufend aktualisierten News wird im Appstore und über Google Play ab dem 11. März gratis verfügbar. Der Vorverkauf wird über www.starticket.ch abgewickelt.

 

Mittwoch, 11. März 2015, 13:57