FIFF: die 30. Ausgabe widmet sich den Frauen   

30. Internationales Filmfestival Freiburg, 11.03 – 19.03.2016

Bald werden in Fribourg zur Eröffnung der Feier der 30. Ausgabe des FIFF die Kerzen ausgeblasen werden – damit geht der unermüdliche Einsatz für die Vielfalt im Kino weiter. Anstatt die vergangenen 29 Ausgaben in einer Retrospektive Revue passieren zu lassen, nimmt das FIFF lieber seine Vorreiterrolle war und tritt ein weiteres Mal für Künstler/-innen und Kulturen ein, die mehr zu kämpfen haben als andere.

Die 30. Ausgabe setzt einen besonderen Akzent und zollt den Frauen im Film Tribut. Das Programm, ganz im Zeichen der Feierlichkeiten stehend, wartet mit einer selten gesehenen Fülle an Regiearbeiten, Produktionen und Geschichten auf, die allesamt die Frauen in den Mittelpunkt stellen. Die Maxime der Vielfalt stets im Blick, unternimmt das 30. FIFF eine Reise durch die gesamte Filmgeschichte, von 1896 bis 2016, und durch die Kontinente, von Ida Lupino bis zu den afrikanischen Regisseurinnen und von Mira Nair bis zu den Kämpferinnen der Sektion Genrekino: Wilder als der Mann. Insgesamt 126 Filme aus 62 Ländern (Rekord) stehen auf dem Programm, etwa 100 davon erzählen die Geschichten von Frauen, mehr als die Hälfte sind unter weiblicher Regie entstanden.

Zu einer aussergewöhnlichen Ausgabe gehört eine aussergewöhnliche Eröffnung: In Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset, findet am Freitag, den 11. März im grossen Saal des Théâtre Equilibre ein anfangs noch leises Filmkonzert mit Kurzfilmen von Alice Guy, der ersten Regisseurin der Filmgeschichte, statt. Die Musik ertönt zu vollem Klang, wenn das Freiburger Kammerorchester im Anschluss Charles Chaplins The Kid begleitet; ein Film, der einem der Ehrengäste der diesjährigen Ausgabe, Geraldine Chaplin, besonders am Herzen liegt. Ebenfalls von Musik begleitet wird der Schlussfilm des Festivals: Parched, eine feministische Bollywood-Komödie von Leena Yadav. Ganz Freiburg nimmt vom 11. bis 19. März an den Feierlichkeiten teil, die von nicht weniger als vier Ausstellungen begleitet werden, darunter jene zu François Truffaut, Kate Burkhardt und Namsa Leuba.

Mit 13 Lang- und rund 20 Kurzfilmen haben die beiden Sparten des Internationalen Wettbewerbs auch diesmal wieder einige der schönsten Produktionen des vergangenen Kinojahres im Programm. Zu sehen sein werden neben europäischen Werken hauptsächlich asiatische, afrikanische und lateinamerikanische Produktionen, die hier als Schweizer Premieren laufen. Sämtliche Filmemacher/-innen haben wir als Gäste nach Freiburg eingeladen.

Seit 1998 ist eine von INTERFILM und SIGNIS nominierte internationale ökumenische Jury am FIFF akkreditiert, die ihren Preis an einen Film aus dem internationalen Wettbewerb der 13 langen Filme vergibt. Der Preis ist Fastenopfer und Brot für alle mit CHF 5'000 dotiert. Mitglieder der Jury sind dieses Jahr Pierre Buehler (Schweiz), Roland Kauffmann (Frankreich), Valérie de Marnhac (Frankreich) und Laure Speziali (Schweiz).

Weitere Informationen : www.fiff.ch. Vorverkauf: www.starticket.ch



Donnerstag, 3. März 2016, 15:08