Chinesischer Film «Three Sisters» gewinnt Preis der Ökumenischen Jury in Fribourg   

Die Jury von SIGNIS und INTERFILM begründet ihren Entscheid für den Preis: «Three Sisters führt uns nach Yunnan, in eine Provinz in China. Wir folgen den drei Schwestern, Yingying, zehn Jahre alt, Zhenzhen, sechs Jahre alt, und Fenfen, vier Jahre alt, die in grosser Armut leben. Die Mutter der drei Kinder ist verschwunden und der Vater muss in der Stadt arbeiten. Der Film zeigt mit Würde und Respekt die Kehrseite der Globalisation und des Konsums mit ihren Auswirkungen auf die schwächsten Glieder der Gesellschaft, auf diejenigen, die zurückbleiben; die Kinder. Die filmische Perspektive öffnet uns eine Welt, die der prekären Situation im harten Alltag der drei Schwestern ihre Liebe und Zärtlichkeit sowie ein tiefes, gegenseitiges Verantwortungsgefühl eindrücklich entgegensetzt.»

 

Zudem hat die ökumenische Jury den türkischen Film «Watchtower» besonders hervorgehoben: «Er zeigt auf eindrückliche Weise die menschliche Hilfe und den tatkräftigen Einsatz eines Mannes mit einer traumatisierten Vergangenheit gegenüber einer Frau in tiefster Not.»

 

Der von den beiden kirchlichen Hilfswerken Fastenopfer (katholisch) und Brot für alle (reformiert) mit CHF 5´000 dotierte Preis wird der Regisseurin oder dem Regisseur vergeben, deren/dessen Film im offiziellen Wettbewerb innovativ und künstlerisch anspruchsvoll die Situation von Frauen und Männern in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas reflektiert sowie für Menschenrechte und Solidarität einsteht.

 

Mitglieder der Jury

 

Anne-Lise Jaccaud Napi, Vevey (Schweiz)

Marie-Thérèse Mäder, Zürich (Schweiz)

Elizabeth Pérès, Issy Les Moulineaux (Frankreich)

Jean-Claude Robert, Antélias (Libanon) Präsident

 

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Montag, 25. März 2013, 12:23