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Dmitrij Ostrovskij setzt sich seit Jahren für eine vernünftige HIV-Politik in Russland ein.
Russland ist eines der wenigen Länder in Europa, in dem sich die HIV-Epidemie fast ungehindert ausbreiten kann. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat die Zahl der HIV-Infizierten in Russland 2012 um 10,7 % zugenommen. Neu infiziert haben sich fast 70 000 Menschen. Zudem starben 10,4 % mehr Patienten an AIDS als im Vorjahr.
Seit 1996 unterstützt G2W Russlands führende Drogenhilfsorganisation „Rückkehr" in St. Petersburg, die unter der Leitung von Dmitrij Ostrovskij steht. Der Verein „Rückkehr" ist seit mehr als 15 Jahren im Einsatz gegen das nach wie vor große Drogenelend in St. Petersburg. Aus einer Selbsthilfegruppe ehemaliger Drogensüchtiger hat sich der Verein zu einer der innovativsten Drogenhilfsorganisationen in Russland im Bereich der Rehabilitation, der Prävention und der Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen und sozialen Dienste entwickelt.
Aufgrund der riesigen Ausmaße des Drogenproblems stehen seine Begleiterscheinungen – vor allem HIV und AIDS – heute besonders im Blickpunkt des Vereins „Rückkehr“. Die Tatsache, dass sie unter der Bevölkerung immer mehr Todesopfer fordern, ist nur einer der Gründe. Die große Zahl der Patienten, die ins AIDS-Stadium eintritt, überfordern Ärzte und Krankenhäuser hoffnungslos. Obwohl die demographischen Folgen sich bereits stark bemerkbar machen, kann sich das Gesundheitswesen Russlands bis heute nicht dazu durchringen, effiziente präventive Maßnahmen zur Eindämmung der HIV-Infektion umzusetzen.
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