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Die Jugendhaftanstalt Kolpino hinterlässt bei den Jugendlichen oftmals schwere Traumatisierungen.
Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist eine der Initiativen der orthodoxen Bruderschaft der hl. Anastasija zur Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Das Zentrum ist praktisch die einzige Organisation in Russland, die für deren gesellschaftliche Wiedereingliederung nach dem Prinzip «Rehabilitation statt Strafe» eintritt.
Unter der Leitung der Sozialpädagogin Juliana Nikitina entstand ein soziales Rehabilitationszentrum, das als erstes den Jugendgerichten der Stadt das Konzept „Rehabilitation statt Strafe“ ans Herz zu legen suchte. Sehr bald begannen einige Jugendrichter der Stadt mit dem Basilius-Zentrum zusammenzuarabeiten: die Jugendlichen erhielten bedingte Haftstrafen mit der Auflage, eine Rehabilitation im Basilius-Zentrum zu absolvieren. Die Resultate waren so zufriedenstellend, dass diese Arbeit sich rasch ausweitete.
Zudem arbeitet das Basilius-Zentrum heute auch intensiv mit der Jugendhaftanstalt von St. Petersburg in Kolpino zusammen. Es versucht dort, die Jugendlichen möglichst früh in der Haft anzusprechen, in Rehabilitationsprogramme einzubinden und sie auf die Freiheit vorzubereiten. Das Basilius-Zentrum unterhält zusammen mit anderen Organisationen auch ein Krisenzentrum für Eltern und Jugendliche, das im Notfall als Anlaufstelle zur Verfügung steht.
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