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Bischofskonferenz begrüsst die neue Bundesverfassung

C. W. Die Schweizer Bischofskonferenz, die sich an ihrer letzten Sitzung ausführlich mit der neuen Bundesverfassung auseinandergesetzt hat, begrüsst laut Communiqué die Neuformulierung. Für die neue Verfassung sprechen ihrer Meinung nach in erster Linie die neue Präambel, der Grundrechtskatalog, die ethische Zielsetzung für die Aussenpolitik und die Verankerung der Nachhaltigkeit als Ziel von Bund und Kantonen; vor allem erklärt sich die Bischofskonferenz dankbar für die neu festgeschriebenen Sozialziele. Anderseits, schreiben die Bischöfe, seien Wünsche offengeblieben. Mit der Annahme der Verfassung in der Volksabstimmung vom 18. April sei indessen die Chance gegeben, weitergehende Revisionen an die Hand zu nehmen. Dabei wäre den Anliegen der Familie mehr Rechnung zu tragen, die Wirtschaftspolitik in ein besseres Gleichgewicht mit der Sozialpolitik zu bringen und die Aussenwirtschafts- wie bereits die Aussenpolitik am Ziel der internationalen Gerechtigkeit auszurichten.

Für Streichung des Bistumsartikels

Die Bischöfe bedauern, dass der Artikel, der die Errichtung neuer Bistümer der Genehmigung des Bundes unterstellt, nicht schon im Zuge der Nachführung aufgehoben worden ist, und sprechen sich nun für die geplante separate Vorlage zur Streichung der Bestimmung aus. Diese richte sich (faktisch) allein gegen die römisch-katholische Kirche und stehe im Widerspruch zur Glaubensfreiheit. Zudem sei der Bistumsartikel unnötig, weil die Aufgabe, den öffentlichen Frieden zwischen den Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften zu wahren, ohnehin festgehalten sei und eine Neueinteilung der Bistümer in Absprache mit Bund oder Kantonen erfolgen würde – die Konkordate würden selbstverständlich respektiert, und wo keine solche bestünden, würden die politischen Instanzen «in angemessenem Rahmen und der besonderen kantonalen bzw. eidgenössischen Kompetenz entsprechend» einbezogen.

Ohne «Perlen der Hoffnung» ins Jahr 2000

«Mit grossem Bedauern und tief enttäuscht» hat die Bischofskonferenz vom Scheitern des ökumenischen Projekts «Perlen der Hoffnung» Kenntnis genommen. Am ersten Advent hätte mit Blick auf das Jahr 2000 eine multimediale Darbietung Eindrücke von der Vielfalt kirchlichen Lebens vermitteln sollen. Unter anderem veranlassten ein Mangel an Interesse einzelner Kirchen und Finanzierungsprobleme die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz zum Verzicht auf die «Perlen». Ein anderes Vorhaben im Zusammenhang mit dem Jahr 2000, die ökumenische Konsultation zur wirtschaftlichen und sozialen Zukunft der Schweiz, wird bis ins Jahr 2001 erstreckt.

5. März 1999 - Neue Zürcher Zeitung

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