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Synode beschliesst Sparpaket

pi. Die Mitglieder der römisch-katholischen Kirchensynode haben an der letzten Sitzung der Amtsperiode 1995–1999 eine positive Jahresrechnung 1998 genehmigt. Bei einem Ertrag von 40,6 Mio. Fr. und einem Aufwand von 40,3 Mio. Fr. schliesst die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 300 000 Franken, der dem Eigenkapital (13,8 Mio. Fr.) zugewiesen wird. Doch ist dies kein Anlass für allzu grosse Freudensprünge. Die Zentralkommission hat im Finanzplan 2000–2002 festgehalten, dass der in den Vorjahren noch leichte Rückgang der Steuererträge der Kirchgemeinden sich nun akzentuiere. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Talsohle 1998 noch nicht erreicht wurde. Es werde immer schwieriger, bei stagnierenden oder gar knapper werdenden Mitteln die bisherigen Aufgaben wahrzunehmen, allen Erwartungen gerecht zu werden und erst noch Mittel für die Finanzierung neuer Aufgaben bereitzuhalten.

Das katholische Kirchenparlament nahm den Finanzplan 2000–2002 der Zentralkommission mit nur einer Gegenstimme zur Kenntnis und unterstützte damit die Sparanstrengungen. Das Sparpaket sieht vor dem Hintergrund eines budgetierten Aufwandüberschusses von knapp 3 Mio. Fr. für 1999 ab dem kommenden Jahr Einsparungen von 1,7 Mio. Fr (2000), 2,7 Mio. Fr. (2001) und 2,9 Mio. Fr. (2002) vor, damit sich 2002 ein beinahe ausgeglichenes Budget realisieren lasse. Gleichzeitig legten die Synodalen die Sätze für den Beitrag der Kirchgemeinden an die Zentralkasse für die kommenden drei Jahre fest: wie bisher 2,5 Staatssteuerprozente für natürliche und 3,73 Staatssteuerprozente für juristische Personen. Wie schwierig die Realisierung der Sparmassnahmen werden wird, zeigte die lange und kontroverse Diskussion um einen Betriebsbeitrag an das ökumenisch geführte Zürcher Lehrhaus zugunsten der Stiftung für Kirche und Judentum. Für die Jahre 2000 und 2001 wird der Beitrag von 25 000 Franken um 10 Prozent gekürzt.

An der Synodesitzung wurden drei zurücktretende Mitglieder der Zentralkommission, Elisabeth Bitterli, Hans-Ulrich Bossart und Pfarrer Marcel Frossard, sowie Synodenpräsident Markus Arnold verabschiedet.

 

© Neue Zürcher Zeitung - 25.06.1999

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