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Gertrud Heinzelmann 85jährig gestorben

Frühe Vorkämpferin der Frauenbewegung

(sda) Gertrud Heinzelmann, eine der frühen Vorkämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frauen, ist am Samstag im Alter von 85 Jahren gestorben, wie aus einer Todesanzeige vom Dienstag hervorgeht. Am 17. Juni 1914 in Wohlen geboren, studierte Heinzelmann in Zürich Rechts- und Staatswissenschaften und war jahrelang als Anwältin tätig. 1956–77 gehörte sie dem Zentralvorstand des Schweizerischen Verbandes für Frauenstimmrecht an, dessen Sektion Zürich sie 1962–66 präsidierte. 1963–76 leitete sie das Büro gegen Amts- und Verbandswillkür des Migros-Genossenschafts-Bundes.

Am 1. August 1957 hielt Heinzelmann als eine der ersten Frauen eine Bundesfeier-Ansprache. Ans Rednerpult trat sie damals in Zürich Affoltern. Mit ihrer Eingabe an die vorbereitende Kommission des zweiten vatikanischen Konzils sorgte die Frauenrechtlerin 1962 für Schlagzeilen: Sie forderte die völlige Gleichstellung der Frauen innerhalb der katholischen Kirche, was auch ihre Zulassung zum Priesteramt umfasste. Ihr Engagement stiess erwartungsgemäss auf widersprüchliche Reaktionen. Viele ihrer Forderungen wurden erst im nachhinein angemessen gewürdigt.

 

 

© Neue Zürcher Zeitung - 08.09.1999

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