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Der Streit um die Moschee in Nazareth dauert an

Kirchen in Israel bleiben geschlossen

Nazareth, 23. Nov. (ap) Der Streit um den Bau einer Moschee in Nazareth dauert an: Ungeachtet scharfer christlicher Proteste bereiteten Muslime am Dienstag die Grundsteinlegung für das islamische Gebetshaus vor. Islamische Aktivisten fuhren mit dem Auto durch die Stadt und forderten die Gläubigen über Lautsprecher auf, an der Zeremonie teilzunehmen. In der Stadt hat Jesus nach biblischer Überlieferung seine Kindheit und Jugend verbracht. Dutzende von Arbeitern räumten die Nacht hindurch den Platz neben der Verkündigungskirche frei, wo nach christlichem Glauben der Erzengel Gabriel Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus ankündigte. Stunden vor der Grundsteinlegung beteten Muslime auf dem Platz.

Die Kirchen in Israel blieben auch am Dienstag aus Protest gegen den Bau der Moschee geschlossen. Der Vatikan warnte die israelische Regierung, die dem Bau der Moschee zustimmte, vor möglichen Konsequenzen. Es sei möglich, dass der Papst den für März geplanten Besuch absage. Der Anführer der islamischen Bewegung, Salem Sharara, verlangte am Dienstag, der Bewegung müsse auch ein Mitspracherecht bei der Gestaltung des christlichen Teils des Platzes eingeräumt werden. «Wir glauben, dass das Land der Islamischen Stiftung gehört, und wir wollen dort keine christlichen Symbole», sagte er. Der Konflikt begann vor zwei Jahren, als der christliche Bürgermeister Nazareths ankündigte, neben der Verkündigungskirche einen Platz für die Besucher zu errichten, die im kommenden Jahr in der Stadt erwartet werden.

 

 

© Neue Zürcher Zeitung - 24.11.1999

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