Aktion 2000 / Symposium

Was will ein Internationales Insolvenzverfahren?

 

Ein Recht für Staaten auf Insolvenz? Im Rahmen der Aktion "Time out - anders weiter" rufen Brot für alle und Fastenopfer zu einer Briefaktion auf und informieren an einem Symposium im Rahmen der aktuellen Diskussion über mögliche Instrumente zur Entschuldung von Entwicklungsländern

Wer als Privatperson seine Schulden nicht mehr zu zahlen in der Lage ist, kann über das Konkursrecht seine Zahlungsunfähigkeit erklären lassen. Es schützt den Schuldner davor, so weit gepfändet zu werden, dass das Existenzminimum nicht mehr gewährleistet ist. Für überschuldete Staaten gibt es kein solches Recht, weil ein international verbindlicher Rahmen dafür fehlt. Ziel eines Internationalen Insolvenzrechts ist die Herstellung einer fairen und gleichgewichtigen Beziehung zwischen internationalen Gläubigern und Schuldnern. Die Regierungen der Schuldnerstaaten dürfen nur zu Zahlungen in einer Höhe verpflichtet werden, die das Überleben der Bevölkerung in Würde nicht gefährdet.

 

Nach der erfolgreichen Entschuldungsaktion von 1990, die unter anderem zur Schaffung der schweizerischen bilateralen Gegenwertfonds führten, wollen Fastenopfer und Brot für alle mit der Forderung nach einem Insolvenzverfahren erneut einen Akzent in der Schuldendiskussion setzen. Zu diesem Zweck laden wir alle interessierten Personen ein, an diesem Symposium teilzunehmen. Wir haben zum Ziel, die Diskussion zu vernetzen und weiterzuführen, Handlungsmöglichkeiten für alle Akteure aufzuzeigen und die politischen Schritte einzuleiten. Wir haben verschiedene Referentinnen und Referenten eingeladen, die in Kurzreferaten die Idee eines Internationalen Insolvenzverfahrens aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

 

Am Nachmittag werden die Themen in Zusammenarbeit mit den geladenen Gäste in verschiedenen Workshops vertieft.

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